dokumenta: dokumentiert und bewertet

Junge Frauen klettern artistisch durch ein Netz aus Second-Hand-
Kleidungsstücken und lassen sich oft mit dem Kopf nach unten hängen. Als Unterhaltung verstanden recht unterhaltsam, als Kunst eher armselig.

Eine Eskimofrau (korrekt: eine Innuit) zeichnet einen Eisbären. Sicher aus ethnographischer Sicht interessanter als aus künstlerischer Perspektive. Mir als Ethnograph hat es gefallen.

Ein Wasserfall aus Kerzenwachs. Ein beliebter Hintergrund für Portraitfotografien. Zum Beweis, dass man tatsächlich auf der dokumenta war und sich dort mit "moderner Kunst" auseinandergesetzt hat. Fazit: Als Beweisstück für "moderne Kunst" bestens geeignet.

Eine Teekanne als Denkmal für die von den Nazis verfolgten Schwulen im Dritten Reich? Ich hatte keine Ahnung, was in diesem Kontext die Teekanne zu bedeuten hat. Dabei kann man es auf diesem Entwurf doch deutlich erkennen. Letztendlich schade, dass sowas nicht gebaut wird. In unserer Berliner Republik sind jetzt ja auch erstmal die Soldaten dran. Muss alles seine Ordnung haben.
3 Comments:
erwarte text!
Bitteschön!
"wir präsentieren bildungsbürgern die postmoderne, globalisierte welt"...ein schöner samstag nachmittag, herrlich!!!
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